Das Café-Personal (zum vergrößern bitte anklicken)

..von Akim Jerusalem. Das "Cafe an den Schienen", indem Jugendliche und junge Erwachsene mit geistiger Behinderung, Absolventen der Trainingswohnung von Akim- Jerusalem, die Gäste bedienen, wurde am 17. Mai festlich eröffnet. Zu diesem Ereignis kamen sowohl mehr als 150 Freunde und Familienangehörige als auch Basketballspieler von "Ha'Poel Migdal", die kurz vorher den U.L.E.B. Pokal gewonnen hatten. Dalia Poran, die Koordinatorin des Projektes, sagte bei der Eröffnung: "Was die Klienten von Akim-Jerusalem und Sportsleute verbindet, ist der Mut, etwas zu versuchen und die Kraft, zu gewinnen."
Dieses neue Projekt war die Idee einer Gruppe von Absolventen der Trainingswohnung. Es hat die Öffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht, welche Kapazitäten Menschen mit Behinderungen besitzen. Die Gruppe, die im vergangenen Jahr das Programm der Trainingswohnung abgeschlossen hatte, erlernte in einem Kurs die für diese Arbeit nötigen Fertigkeiten. Jetzt werden die Gäste von ihnen bedient.

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Mittlerweile ist das Cafe ein beliebter Treffpunkt der ganzen Nachbarschaft

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Zwei Künstlerinnen von Akim Jerusalem (zum vergrößern bitte anklicken)

Wir sind sehr glücklich, daß uns ein Berufskoch, Herrn Yaakov Azulai, mit seinen Diensten versorgt. Die Kuchen sind ein Geschenk der "Berman-Bäckerei" und die Quiches von "Mali und Ayala" und "Milch und Honig". Bei der Eröffnung hat uns "Coca Cola" Getränke und "Shuk Ha'Gush" Obst und Fruchtsäfte gespendet.
Das "Cafe an der Bahn" hat eine ganz besondere Atmosphäre. Farbenfrohe Werke von Akim-Jerusalem Künstlern hängen für Interessenten an einer Wäscheleine, der Garten grünt und blüht, die Musik ist angenehm und entspannend, die Preise sind sehr erschwinglich, und es gibt sogar eine Spielecke für Kinder. So ist es nicht verwunderlich, daß viele Gäste wiederkommen. Auch kleine Feierlichkeiten, wie Bar-Mitzwas und Geburtstage oder auch geschäftliche und andere private Treffen finden bei uns statt.
Wenn Sie noch nicht unser "Cafe an der Bahn" besucht haben, möchten wir Sie herzlich einladen: Ha'Rakevet Str. 29, Baka, Jerusalem. Es ist von Sonntag bis Donnerstag von 16.00 bis 22.00 Uhr geöffnet. Wegen der Nachfrage werden wir in Zukunft möglicherweise darüberhinaus an weiteren Stunden geöffnet haben.

Yaakov Azulai - ein hervorragender Volontär

Yaakov Azulai

Yaakov Azulai ist unser Chefkoch im "Cafe an der Bahn". Früher war er als Koch in der israelischen Armee tätig und schenkt uns nun auf rein ehrenamtlicher Basis seine Zeit und Berufserfahrung.
"Es ist für mich wunderbar, daß ich dieser Gruppe von Menschen etwas von mir geben kann. Ich tue das sowohl mit Liebe als auch mit Freude. Ich bin gerne mit allen zusammen, besonders mit den jungen Menschen, die servieren und liebe es ohne jeden Zweifel, im "Cafe an der Bahn" zu sein."

Nir, ein Kellner, erklärt:
"Das Cafe vermittelt mir ein gutes Gefühl, und es ist großartig, dort zu arbeiten, weil die Atmosphäre so angenehm ist. Ich bin sehr glücklich, Kellner im Cafe zu sein und den Besuchern zu servieren, was sie bestellt haben."
Nirs Eltern beschreiben:
"Nirs Aufgabe als Kellner trägt zu seinem wachsenden Selbstvertrauen bei und gibt ihm einfach das Gefühl von Wohlbefinden. Er hat nun eine Tätigkeit, die es ihm ermöglicht, mit ganz unterschiedlichen Menschen in Kontakt zu kommen. Endlich empfindet unser Sohn, daß auch er der Gesellschaft einen Beitrag gibt. Das Team, das für das Cafe verantwortlich ist, ist wunderbar und leitet die Kellner und Kellnerinnen mit viel Geduld an.
Seit er dort arbeitet, wirbt er, wo immer er ist, für das Cafe. An Tagen mit vielen Gästen kommt er so zufrieden und stolz nach Hause. Wir freuen uns mit ihm und hoffen, dass dieser Platz sich weiter entfalten wird."

Service mit einem Lächeln

JERUSALEM - Wenn man einmal ein Cafe
mit einer besonderen Note kennen lernen
will, geht man am besten in das „Cafe an
den Schienen", das sich in der Deutschen
Kolonie in Jerusalem befindet. Der Kaffee
wird dort mit einer italienischen Espresso
Maschine zubereitet, die meisten Desserts
Sind hausgemacht und das Sitzen im Garten
kostet nicht extra.

Doch nicht diese Dinge machen die Beson-
derheit dieses Cafes aus. Der Clou daran ist,
dass der Kunde von geistig behindertem
Personal bedient wird.

Die Organisation „Akirm-Jerusalem",
eine gemeinnützige Elternvereinigung 
die sich um geistig Behinderte und
Menschen mit Entwicklungsstörungen
kümmert, führt dieses Cafe, das vor drei
Jahren gegründet wurde, - ein Modellbei-
spiel in Israel.
„Auf subtile Weise wurde die Norm
umgekehrt", sagte Stefan Rothschild,
Sozialarbeiter und Vize-Direktor von
Akim-Jerusalem. „Wir haben es irgend-
wie ermöglicht, hier eine Insel des Frie-
dens zu schaffen."
Rothschild erklärt, wie diese Art
von Jobvermittlung den Behinderten
eines geistig niedrigeren Niveaus Würde
und Identifikation verleiht. Sie lernen,
sich angemessen zu kleiden, sind ihrem
sozialen Umfeld gegenüber aufmerksam  
und tun etwas, auf das ihre Eltern stolz
sein können.
Als Beispiel nannte Rothschild eine
Kellnerin, die eine Flasche Mineralwas-
ser brachte, während er mit uns sprach.
„Okay", sagte er, „sie hat mir zwar nicht
eingeschenkt, sondern die Flasche nur
auf meinen Tisch gestellt. Aber dass sie
uns als Kunden behandelt ... zeigt, dass
es für sie ein langer Lernprozess war, bis
sie dazu in der Lage war."

Die Mitarbeiter sprechen gut über
dieses Projekt und sagen, dass sie nir-
gendwo soviel Spaß haben wie bei der
Arbeit im Schienen-Cafe. „Wenn das Cafe
geschlossen ist vermisse ich die Arbeit".  
Stefan Rotschild (re) erhält einen Scheck für AKIM überreicht von Nicole Yoder (2.v.li.), Mitarbeiterin der ICEJ-Sozialabteilung. Mitarbeiter des Cafés: Moshe (li.) und Sharon (2.v.re.)