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Antiisraelische Hetze und Aufwiegelung zum Hass gegen Juden in pal. Schulbüchern

Auszug aus einem Bericht zu palästinensischen Schulbüchern des Schuljahres 2002-2003, von Dr. Reuven Ehrlich, Intelligence and Terrorism Information Center, Center for Special Studies (C.S.S.)

Hetze gegen den Staat Israel, gegen den Zionismus als Bewegung und gegen das jüdische Volk ist auf zwei Ebenen zu finden: Andauernde Propaganda, die unmittelbare, kurzfristige Ziele verfolgt und Indoktrination auf grundlegenderer Ebene, die auch zukünftige Generationen beeinflussen will.

Die Aussagen in Schulbüchern spiegeln die grundlegende Ebene und sind daher von höchster Bedeutung. Nach einer früheren Studie über palästinensische Schulbücher haben wir uns entschlossen, eine Folgestudie von gegenwärtigem Unterrichtsmaterial zu präsentieren, Büchern, die von der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) im vergangenen Jahr in den Lehrplan aufgenommen wurden.



Zusammenfassung der Untersuchungs- ergebnisse von PA-Schulbüchern für die 3. und 8. Klasse

In der dritten Phase des vor drei Jahren begonnenen Prozesses, den PA-Lehrplan zu vereinheitlichen, wurden im laufenden Schuljahr (2002-2003) in der 3. Klasse der palästinensischen Schulen neue Schulbücher eingeführt.

Elf Schulbücher für die 8. Klasse und sieben für die 3. Klasse wurden untersucht, wir stellen die gewonnenen Erkenntnisse unten vor. Dabei handelt es sich um die Fortsetzung einer vorhergegangenen Untersuchung von palästinensischen Schulbüchern für die 2. und 7. Klasse, die von Frau Noa Meridor vom Koordinationsbüro für Aktivitäten der israelischen Regierung in den Gebieten durchgeführt wurde. Die vorliegende Studie zeigt, dass systematische Hetze gegen Israel immer noch die palästinensischen Schulbücher prägt, obwohl sie etwas hinuntergestuft wurde.

Folgende Besonderheiten sind hervorzuheben:

Die Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und dem Land Israel wird geleugnet.

Israel wird böse dargestellt, während gleichzeitig übergangen wird, dass es sich um eine politische Einheit handelt.

Anhaltender Kampf und Martyrium werden als Werte unterstützt.

Weitere Ergebnisse:

Der Begriff “feda’ay” wird verstärkt erwähnt. Ursprünglich wurden damit Muslime der Ismailiya Gruppe bezeichnet, die ihr Leben aufs Spiel setzten, um ihre Feinde zu töten. Es fehlt jeder Hinweis auf Friedensabkommen, während der muslimische Charakter der Region stark betont wird.

Weiterhin vermitteln die Palästinenser verborgene Botschaften im Klassenzimmer, nicht nur im Unterricht, der sich direkt auf den israelisch-palästinensischen Konflikt bezieht, sondern auch in Fächern wie Umwelt, Mathematik und Sprache.

Klassenübungen zu neutralen Themen wie z.B. Brunnenwasser oder gesellschaftliche Umgangsformen weichen absichtlich vom eigentlichen Kontext ab und bieten dem Lehrer die Möglichkeit, nationalistische Elemente in die Diskussion einzuführen.

In manchen Punkten hat die Feindseligkeit in den diesjährigen Schulbüchern gegenüber dem Vorjahr nachgelassen. Die Wortwahl und der Anteil von extremen Ansichten vermitteln einen gemäßigteren Ansatz. Den Juden wird das Recht, sich in Israel niederzulassen, weniger abgesprochen und das “Rückkehrrecht” für palästinensische Flüchtlinge wird weniger betont, ebenso wie der “Kampf der Kulturen”, den Israel angeblich gegen die Palästinenser führt.

Es gibt deutliche Unterschiede in der Intensität der Hetze zwischen den einzelnen Büchern, die anscheinend nicht auf das Fach, sondern auf die Schulbuchautoren zurückgehen.

Möglicherweise ist der internationale Druck auf die Palästinenser der Grund für das Nachlassen der Hetze in den palästinensischen Schulbüchern. Zu nennen sind hier u.a. Italien und Belgien, den am meisten involvierten Geberländern. Gleichzeitig sind jedoch ernsthafte Elemente von Hetze stehen geblieben und machen deutlich, wie wichtig es ist, dieses Phänomen zu benennen und von Anfang an so zu verfolgen, dass ein Lehrplan eingeführt werden kann, der zum Frieden, zur Koexistenz und zur Anerkennung Israels erzieht.



Elemente von Hetze in den Schulbüchern der 3. und 8. Klasse

Leugnung der Verbindung zwischen dem jüdischem Volk und dem Land Israel:

Die Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und dem Land Israel wird implizit geleugnet in einem Abschnitt eines Schulbuch für die 3. Klasse, der sich mit den Heiligen Stätten in “Palästina: befasst, indem jüdische Stätten ostentativ ausgelassen werden: “Palästina ist ein wichtiges kulturelles., archäologisches und religiöses Zentrum, wo sich Spuren von antiken Kulturen und religiöse Stätten aller monotheistischen Religionen finden, wie die Al Aqsa Moschee, der Felsendom, und die Grabeskirche.” Die Klagemauer fehlt auffallend in dieser Auflistung von Heiligen Stätten. Zu Hebron wird “al-Haram al Ibrahimi” (arabische Bezeichnung für die Höhle der Patriarchen) als muslimische Stätte erwähnt, als Grabstätte von „Abrahman, unserem Meister seligen Andenkens” (obwohl Abraham natürlich ebenso der Patriarch der Juden war wie der Muslime). Die christlichen Stätten wie die Geburtskirche in Bethlehem und die Verkündigungskirche in Nazareth werden aufgezählt. Juden werden in dem Schulbuch für die 8. Klasse gar nicht erwähnt, wo die antiken Kulturen der Region durchgenommen werden.

Haltung gegenüber Israel: Leugnung der Existenz von Israel als einer politischer Einheit

Ausgehend von der nicht wahrgenommenen Verbindung zwischen Juden und Israel hat das Bildungsministerium der PA einen Lehrplan eingeführt, der Israels politische Existenz ignoriert.

Dafür lassen sich viele Beispiele in den untersuchten Schulbüchern finden. Sie entsprechen den Befunden in den früher untersuchten Schulbüchern: Israel wird auf Landkarten der Region nicht gezeigt oder aber als Teil einer als “Palästina” bezeichneten Gegend, israelische Orte werden als palästinensische ausgegeben.

Bei einer Umfrage des Palestinian Center for Political Research and Polls vom August 2002 in Ramallah widersetzten sich 88% der Befragten der Ausarbeitung eines palästinensischen Lehrplans, der Israel anerkennen und nicht die Rückgabe von ganz Palästina an die Palästinenser fordern würde.

Im Rahmen der Praxis, israelische Lokalitäten zu “adoptieren” werden Drittklässler aufgefordert, drei Berge in Palästina nach ihrer Höhe anzuordnen. Einer dieser Berge ist der Meronberg (auf arabisch “Jarmak”) in der Nähe von Sfad. In einer anderen Übung werden die Schüler veranlasst, Städtegruppen dem richtigen Staat zuzuordnen: Nablus, Sfad und Jerusalem sind zusammen gruppiert, wahrscheinlich als zugehörig zum Staat “Palästina”. Da Israel in diesem Buch nicht überhaupt vorkommt, haben die Schüler keine Veranlassung, es zu erwähnen, insbesondere weil dieser Teil des Buches sich mit der islamischen Welt befasst.

Israel wird auf einer kleinen Landkarte ganz ausgelassen, die eine Mathematikaufgabe illustriert, in der die Schüler das Alter des “Staates Palästina” errechnen sollen. Auf einer anderen Landkarte ist zwar die Grüne Linie eingezeichnet, aber der Name “Israel” taucht nicht auf und es sind nur Städte eingezeichnet, die vor der Staatsgründung bereits existierten: Safed, Tiberias, Nazareth, Bet Shean, Akko, Haifa, Jaffa, Jerusalem, Beer Sheba. Lod und Ramle. Eine vollständige, farbige Palästinakarte ohne Grenzen zwischen Israel und den Gebieten erscheint ein paar Seiten weiter.

Älteren Schülern wird beigebracht, dass diese mediterrane Gegend in Asien liegt und sich entlang der westlichen und südlichen Küsten der Türkei, durch “al-sham Land” in Syrien, Libanon und Palästina erstrecht. Die beigefügte Karte zeigt und benennt Syrien, Jordanien, den Libanon und Palästina. Israel taucht nirgends auf. Ähnlich wird Israel im Kapitel über die Völker der Region nicht erwähnt im Gegensatz zu Palästina.

Von Gaza heißt es, es liege “im südlichen Teil” der palästinensischen Küste, auf der Ostseite des Mittelmeers, 140 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Palästinas, Jerusalem. Weiter geht es im Buch mit der Aussage, dass Palästina eine lange Küste am Mittelmeer und eine ein kurze Küste am Golf von Aqaba besitze. (Anmerkung: Die PA erstreckt sich nicht bis zum Golf von Aqaba). Das Buch impliziert auch, dass Palästina eine politische Einheit und nicht nur ein geographischer Begriff sei, insofern als palästinensische Gesetzgebung behandelt wird, was nur im politischen Kontext Sinn macht.

Der Autor dieses Schulbuchs übergeht die israelischen Exporte in die PA und behauptet, “der palästinensische Markt hängt zu 80% des täglichen Konsums von arabischen Importen und Einfuhren aus dem Ausland ab.

Negative Darstellung Israels

Wo Israel nun einmal tatsächlich existiert, wird es von der PA in einem üblen und gewalttätigen Licht gezeichnet. Wie schon im Schulbuch vom letzten Jahr wird Israel immer gemeinsam mit “Besatzung” oder Ausbeutung und Gewalt erwähnt; in den Schulbüchern ist nichts Positives oder auch nur Neutrales zu finden. Israel wird nicht bei jedem Bezug auf “Besatzung” namentlich erwähnt, aber der Zusammenhang ist klar.

Was der Schüler zu Israel lernt, wird über Sätze wie diesen vermittelt: “Der Besatzer verbreitet die Lüge, dass der palästinensische Kampf Terrorismus sei”. Er übt die Verwendung von doppeldeutigen Wörtern mit Sätzen wie “der Mann drehte durch, als die Israelis sein Haus zerstörten” und leitet daraus ab, wer die Feinde der Palästinenser sind, gegen die sie kämpfen müssen.

Die Schulbücher betonen, dass die Verbrecher der “Naqba” (Katastrophe, so bezeichnen die Palästinenser die Gründung des Staates Israels 1948), die (so behaupten sie) zur Flucht des größten Teils der Palästinenser führte, die Juden waren, und dies ist der Hintergrund für das Lied, mit dem die Araber ermutigt werden, Palästina zu verteidigen. Eine Autorin beschreibt ihr Leben in Jericho: “Ich werde sie nie vergessen (die Einwohner der Stadt), besonders nachdem die Armee ihre Häuser eingenommen hatte und sich an ihnen rächte, sie schlug und ihnen die Zähne brach. Der Mord an Zivilisten wurde in der Stadt zur Routine.” Die Schulbücher behandeln den “Kulturdiebstahl” am palästinischen Erbe und behaupten, dass die “Besatzung” alles unternommen habe, um die kulturelle Basis der palästinensischen Gesellschaft zu zerstören. Um einen anderen Abschnitt zu zitieren: “Brüder, die Ausbeuter sind zu weit gegangen. Sollen wir ihnen erlauben, dass sie uns unser “Arabertum”, den Ruhm unserer Vorfahren, unsere Souveränität und Würde stehlen?” Das Thema des Schadens am kulturellen Erbe wird in en neueren Schulbüchern milder behandelt als in den Büchern des vorangegangenen Schuljahres, wo es extensiv diskutiert wurde.

Mitunter gibt es Abschweifungen im Text, um Israel anzugreifen. Das kann an einem Schulbuch, wie man gute Bürger sein und friedliche Lösungen zu gesellschaftlichen Konflikten finden soll, verdeutlicht werden: “Frage: Welche Rolle spielt die Besatzung bei der Aufwiegelung zu Gewalt?” Und in einem anderen Buch zum richtigen Gebrauch von Wasser, wird der Schüler über die Bedeutung der Brunnen in Palästina unterrichtet, insbesondere angesichts der wachsenden Befürchtung, dass die israelischen Besatzungskräfte Anspruch auf die Wasserquellen erhoben hätten und schon wiederholt versucht hätten, sie zu übernehmen.

In den Schulbüchern wird implizit die Botschaft vermittelt, dass gewalttätiger Kampf und Selbstmord die angemessene Reaktion auf die Situation der Palästinenser heute sei. Vor dem Hintergrund der Lehren, die die Rechte der Juden in der Region und Israels politische Identität leugnen und Israel einseitig negativ beschreiben, ist bedeutsam, dass der PA-Lehrplan die gewalttätige Auseinandersetzung unterstützt. Zwar fehlt ein direkter Aufruf zum Jihad – Heiliger Krieg – gegen Israel, aber die verwendete Sprache hat eine Verbindung zu Jihad und Krieg, im besonderen “fehadayoun (Selbstmordattentäter), shahada (Märtyrer, die um Allahs willen in der Schlacht fallen), estshaheed (Martyrium), Verteidigung, Widerstand und Kampf. Der Kontext, in dem diese Worte gebraucht werden, ist eindeutig positiv.



Verherrlichung von Selbstmord- märtyrern: Der Shahid und der Feda’ay:

Drittklässler lernen, dass die beste Art, den palästinensischen Unabhängigkeitstag zu feiern, darin besteht, die Angehörigen von Shahiden und Gefangenen einzuladen und Bäume im Andenken für die Märtyrer zu pflanzen. Das Thema Martyrium wird auch im Sprachunterricht verwendet: Bei der Ergänzung von Sätzen wie „________ Märtyrer des Vaterlands” muss die männliche oder weibliche Form des bestimmten Artikels gewählt werden und das Wort “shahada” wird als Beispiel in einer Grammatikübung verwendet.

Eine Geschichte in einem Lesebuch für Achtklässler enthält die folgende Passage: „Das Blut des Märtyrers schmückte die Fahne, die die Kämpfer beschützten und die Gewehre der Soldaten, die an ihre Ewigkeit glaubten, umringten sie. Körper fielen, damit es fließen konnte und treue Anhänger starben um ihretwillen.”

Das Buch „Ein Blick auf Texte (al-Matala’a und al-Nazoz), Band 1“ für die 8. Klasse steht an der Spitze der neuen Schulbücher, was Hetze angeht: Es enthält ein Gedicht, Palästina, mit dem Aufruf „Brüder, steht auf, verteidigt Kirche und Moschee, küsst jeden, der als Märtyrer für ihr Land (Palästina) fällt.” Das sprechende Ich in diesem Gedicht ruft den Namen Allahs an und stirbt als Märtyrer (estshaheed). Die Verfasser des Buches stellen den Schülern die Frage: “Der Dichter beschreibt Jerusalem als die Schwester der Araber und Muslime, aber der Feind schärft seine Messer, um sie zu töten. Was sollen nach dem Dichter die Brüder für ihre Schwester tun?”

Es gibt weitere Beispiele dieser Art: “Der Tau streichelte die Hand des Märtyrers, die die Fahne der Heimat hielt.” Oder: “Hunderte von palästinensischen Männern und Frauen starben als Märtyrer (estshaheed) während der Intifada für die Sache der Freiheit.”

Der Begriff feda’ay and seine Abwandlungen werden in den diesjährigen Schulbüchern verstärkt verwendet. Der Begriff mit seinem direkten Bezug auf die Mission, Feinde im Namen des Islam zu töten, verbunden mit der standhaften Bereitschaft, dabei zu sterben, ist genauso bedeutungsvoll in der arabischen Kultur wie Shaheed und Jihad. Denkbar wäre, dass die verstärkte Verwendung von feda’ay anstelle von Shahid/Shahda darauf zurückgeht, dass Schulbücher wegen ihrer Verherrlichung des Martyriums kritisiert wurden und auf die Einwände in der arabischen Welt gegen Selbstmordanschläge eingegangen wurde. Dem palästinensischen muslimischen Schüler ist der Begriff aber nicht neu: Er ist genauso bekannt wie Shahid. Auf diese Art kann der Lehrplan ein ”pädagogisches” Konzept beinhalten, das die nicht-muslimische Welt nicht wirklich versteht und daher nicht beanstanden kann.



Jihad und Kriegsführung

Um die Werte des nationalen Kampfes einzuimpfen, verwenden die Verfasser der Schulbücher eine dem Krieg entliehene Terminologie, die positiv präsentiert wird. Leitend ist das Ethos des Kampfes zwischen Palästinensern, die ihre nationalen, historischen und religiösen Werte verteidigen und Israel, das böse und als Inbegriff von Raub und Mord dargestellt wird.

In den unteren Klassen wird die Kampfsprache subtil eingeführt. Die Botschaft an die Drittklässler wird z.B. in einer prosaischen Übung versteckt, die einen unschuldig aussehenden Umschlag enthält: der Absender ist Nasa (Kampf) Abdullah Mansour und der Empfänger wohnt in der Märtyrerstrasse in Gaza.

Achtklässler werden einer direkten Botschaft ausgesetzt. In einer Geschichte mit dem Titel “Abendliche Gäste” lesen die Schüler von einem palästinensischen Mann, der sich den Fedayoun anschließt, nachdem sein Sohn am ersten Tag des Krieges von 1967 in den Strassen von Jerusalem starb. Er erklärt die Bedeutung des Kampfes als Weg zum Ziel: „Nicht der Tod meines Sohnes hat mich veranlasst, weiterzuleben und zu kämpfen. Männer wie Salkh (sein Sohn) werden jeden Tag auf südlichem (Libanon) Boden getötet. Wir haben keine Zeit zu trauern, wenn das Vaterland uns Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist.”

In einem Abschnitt zur Eroberung von Tiberias durch Slakh a-Din (Saladin) und seine Rückkehr in den Schoss des Islam werden Achtklässler aufgefordert, die passende religiöse Pflicht auszuwählen: Gebet, Fasten, Almosen oder Heiliger Krieg (die versteckte Botschaft bezieht sich auf die Tatsache, dass Tiberias heute wiederum außerhalb des islamischen Kreises liegt). Das Gedicht “Palästina” klagt den Feind an und verlangt eine kriegerische Antwort: “Bruder, die Ausbeuter sind zu weit gegangen, jetzt kommt die Zeit für Jihad und Tod in der Schlacht (feda).”

Das Buch Al-Aloum al-Laviah (Sprachwissenschaft), Teil A, für die 8. Klasse, vermittelt ebenfalls Gewalt als Methode, um das palästinensische Problem zu lösen. Auch das Gedicht von Hafet Ibrahim, der Ägypter, beinhaltet eine ähnliche Botschaft: “der Adler will in unserem Land jagen, aber wir werden ihm zeigen, wie das Küken ihn jagt.” Ein Grammatikbeispiel wird durch den Satz illustriert: “Der Eroberte hat die Pflicht, sich gegen den Eroberer aufzulehnen.” Ein anderer Abschnitt hält fest: “Im Tod ist Würde, von den großen Geistern gekostet, die sich der Erniedrigung verweigern.”



Rückkehrrecht

Im Gegensatz um Vorjahr beschäftigen sich die palästinensischen Schulbücher weniger mit dem Rückkehrrecht für palästinensische Flüchtlinge. Das Gedicht über Gaza sagt: “Jugendlicher! Deine Augen brennen mich wie Feuer und fragen mich aus der Tiefe nach Rückkehr in die Heimat, und ich sage: Jugendlicher! Wir warten bis morgen.” In einer Übung soll der Schüler mündlich das palästinensische Recht auf Rückkehr erläutern; wie bereits festgehalten, gibt es weniger Beispiele zu diesem Punkt und sie sind gemäßigter im Ton als in den Schulbüchern des vorigen Jahres.



Weitere Themen

Andere Themen, wie der arabische Charakter von Jerusalem und die negativen Attribute des Judentums werden in verschiedener Weise ausgedrückt, aber sie haben nur geringen Umfang im ganzen Lehrplan.


Originalbericht